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Aktuelles

Projekt Wanderglück unter den Top 10 des bigFM-Integrationshelden in Baden-Württemberg!

Veranstaltung Posted on 04 Dec, 2019 22:35

Bereits zum neunten Mal hat der Radiosender bigFM den Integrationshelden aus Baden-Württemberg gesucht – Menschen und Initiativen, die sich für mehr Toleranz und Offenheit in unserer Gesellschaft einsetzen. Auch Myriam Kopp hatte eine Bewerbung für das von ihr ins Leben gerufene Integrationsprojekt „Wanderglück“ eingereicht: „Das Preisgeld könnten wir wirklich gut gebrauchen. Sehr gerne würden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen mal wieder eine Tour in den Bergen unternehmen. Ohne finanzielle Unterstützung ist dies allerdings nicht möglich“.

Umso glücklicher war sie, als sie vor ein paar Wochen einen Anruf von bigFM erhielt: „Ihr Projekt Wanderglück ist in den Top 10!“ Bei über 200 Bewerbungen will das schon was heißen – die Wandergruppe freute sich riesig, so weit vorne dabei zu sein.

Am 14.11.2019 fand in den Räumlichkeiten des SpardaWelt Eventcenters in Stuttgart die feierliche Preisverleihung statt. Klar, dass auch einige aus der Steinheimer Gruppe dabei waren. Sie erlebten einen abwechslungsreichen Abend mit Show-Acts wie dem Sänger Adel Tawil und dem Comedian Bora.

Manne Lucha, der baden-württembergische Minister für Soziales und Integration, würdigte die starken Projekte der Nominierten und erklärte alle Anwesenden zu Integrationshelden. Unter die ersten drei Platzierungen, die ein Preisgeld im Gesamtwert von 3000 € erhielten, schaffte es das Steinheimer Projekt leider nicht. Für Myriam Kopp kein Grund, den Kopf hängen zu lassen: „Für mich ist es trotzdem die beste Gruppe, die man sich wünschen kann. Wie ein Teilnehmer immer so schön sagt – one big family“.

Übrigens: Am 07.12.2019 findet die nächste „Wanderglück“-Wanderung in unseren heimischen Wäldern statt. Die Gruppe freut sich immer über neue Gesichter – vielleicht wandern auch Sie mal mit und werden zum Integrationshelden! Anmeldung bitte unter Myriam.Steng@gmx.de

Mehr zum Projekt und den Aktivitäten finden sie hier: www.Puls-der-Freiheit.de/Integration

Autorin: Angelika Lenz



„Anfangs etwas fremd, jetzt eine Familie“

Veranstaltung Posted on 20 Oct, 2019 21:07

So lautete das Resümee eines von 19 Teilnehmern des Wanderglück-Wochenendes, das vom 27. bis 29. September auf der Schwäbischen Alb stattfand – ein Nachfolger des erfolgreichen Integrationsprojekts „Gipfelglück“ in den Allgäuer Alpen im Jahr 2018. Doch dieses Mal ging es nicht hoch hinaus, sondern tief hinein ins Dunkel der Erde.

Für die bunt gemischte Gruppe aus sieben Steinheimer Einheimischen und zwölf Geflüchteten aus verschiedenen Ländern ging es in eine Selbstversorgerhütte bei Schopfloch. Die Wanderung am zweiten Tag führte über das Schopflocher Moor zu der längsten Durchgangshöhle der Schwäbischen Alb, der Gustav-Jakob-Höhle. Mit Helmen und Stirnlampen bestückt stieg man in zwei Gruppen durch einen schmalen Felsspalt hinein ins Erdinnere.

Gruppenbild der "Höhlenforscher"

 „Oh je, ist das eng hier!“, war von überallher zu hören. Manche Stellen konnten nur auf allen Vieren durchkrochen werden. Doch man sprach sich gegenseitig Mut zu, half sich und meisterte gemeinsam die Herausforderung. Nach zwei Stunden unter Tage schafften es alle wieder ans Tageslicht. „Freiheit!“, war das erste Wort von vielen, die mit einem glücklichen Lachen aus der Höhle kamen. Später im großen Kreis erzählten manche, dass sie wirklich Angst hatten, doch die Gruppe gab ihnen Sicherheit und nahm die Ängste. 

Den Abend auf der Hütte verbrachten die „Höhlenforscher“ mit internationaler Musik und es wurde viel getanzt und gelacht. Am nächsten Tag galt es, zum Abschluss mit Ton und Naturmaterialien das Wochenende zu reflektieren. Ein Teilnehmer baute mit einzelnen Holzscheiten: „Einzeln sind die Scheite instabil und stehen nicht gut. Aber zusammen, aneinandergelehnt bilden sie einen Baumstamm, der kräftig ist und gut steht.“ Und so ging es auch der Wandergruppe: Das unvergessliche Erlebnis schweißte sie zu einer starken Gemeinschaft zusammen.
„Die ganze Organisationsarbeit lohnt sich, wenn man in so viele glückliche Gesichter schaut“, sagt Initiatorin Myriam Kopp. „Ohne finanzielle Unterstützung können wir so ein Wochenende aber nicht stemmen. Daher freuen wir uns sehr über die Nominierung des Radiosenders bigFM für den ‚Integrationsheld 2019‘ und hoffen, im Finale die Förderung zu gewinnen.“ 

Weitere Infos und ein Video finden Sie unter https://www.puls-der-freiheit.de/integration/

Autorin: Angelik Lenz



Auf den Spuren der Steinheimer Geschichte

Veranstaltung Posted on 14 Aug, 2019 22:50

Keine Wandertour in den Alpen oder im Schwäbischen Wald, sondern eine Stadtführung stand am 23. Juni auf dem Programm des Integrationsprojekts „Wanderglück“. Heimatpfleger i.R. Hans Dietl zeigte und erklärte der Gruppe von knapp 20 bunt gemischten Steinheimer Menschen aus unterschiedlichen Nationen Sehens- und Wissenswertes in unserer Heimat. Erste Station war die Fundstätte des Steinheimer Urmenschen. In der damaligen Kiesgrube wurden auch Nashorn-, Riesenhirsch- und Elefantenknochen aus prähistorischer Zeit gefunden. Herr Dietl beschrieb, wie diese Funde geborgen wurden, und rief großes Staunen hervor, als er aus seiner Tasche eine Nachbildung des Homo-Steinheimensis-Schädels zog.

Über das Lapidarium, wo jahrhundertealte Grenzsteine aufgestellt sind, ging es weiter zum Denkmal eines Soldaten, der nur wenige Tage vor Kriegsende in Steinheim als Deserteur erschossen wurde. Seine Frau war in Berlin gestorben und er wollte zu seinen Kindern, die dort alleine waren. „Da schätzt man wieder viel mehr, wie gut es uns heute in Steinheim geht“, so Wanderglück-Initiatorin Myriam Kopp. Denn in manchen Heimatländern der Geflüchteten wird noch heute so verfahren, wie einige Teilnehmer erzählten.

Auf Burg Schaubeck schlenderten die Stadtwanderer durch den Burghof, genossen die angenehme Kühle zwischen den Gemäuern und den Duft der Rosen. Letztes Highlight war St.-Georgs-Kirche in Kleinbottwar, wo Herr Dietl auch Einblick in seine Restaurationstätigkeit gab. Wie wird z. B. der Altar vergoldet? Diesen Prozess durfte man live verfolgen – die jüngsten Teilnehmer hatten am Schluss vergoldete Finger und ihren Spaß.

Herzlichen Dank an Hans Dietl für diese außergewöhnliche und informative Stadtführung, bei der es selbst für langjährige Steinheimer noch einiges neu zu entdecken gab!

Weitere Informationen über das Projekt „Wanderglück“ finden Sie unter www.Puls-der-Freiheit.de/integration

Im Garten der Burg Schaubeck hat es allen super gefallen.

Autorin: Angelika Lenz



Bei Kaiserwetter durch Wald, Wiesen und Weinberge

Veranstaltung Posted on 22 May, 2019 11:55


Die letzte Tour des Integrationsprojekts „Wanderglück“, bei dem Einheimische und Geflüchtete ungezwungen Kontakt knüpfen und sich besser kennenlernen können, führte an Karfreitag von der Burg Hohenbeilstein über den Annasee zum Grillplatz Wartkopf. Wieder war es eine bunt zusammengewürfelte Gruppe verschiedener Nationalitäten und Altersstufen: die Jüngste war 9, der Älteste 64 Jahre alt. Initiatorin Myriam Kopp freute sich über viele neue Gesichter.

Vor dem Start sorgten Kennenlernspiele wie „Namensball“ für gute Laune und unterwegs hieß es blind einen Baum zu fühlen und später wiederzufinden. Auf dem Weg durch Wald, Wiesen und Weinberge kam man zwanglos ins Gespräch und hatte sichtlich Spaß miteinander. Zum Abschluss wurden Würstchen, Grillkäse und Fleisch gebrutzelt und in fröhlicher Runde verspeist. Und weil bald Ostern war, hatte doch tatsächlich der Osterhase etwas versteckt: für jeden ein Paracord Survival Armband, gespendet von der Firma STEINBOCK7.


Die nächste Wanderung steht schon fest: Am 23. Juni wird der Steinheimer Heimatpfleger Hans Dietl von Steinheim nach Kleinbottwar führen. Unter anderem werden Kirchen, Weinkeller und Ausgrabungsstätten von Funden aus der Steinzeit besichtigt. Wer Lust hat mitzukommen, ist herzlich willkommen. Bitte melden Sie sich per E-Mail an: myriam.steng@gmx.de, und vergessen Sie Grillsachen und Getränk nicht, denn natürlich wird am Schluss wie immer gegrillt. Weitere Infos unter https://www.puls-der-freiheit.de/integration/

Autorin: Angelika Lenz



Fackeln weisen den Weg zur Sternwarte in Welzheim

Veranstaltung Posted on 18 Mar, 2019 21:14

Wanderungen hat die bunte Wanderglück-Gruppe um Initiatorin Myriam Kopp schon einige gemacht – aber noch keine bei Nacht. Am Abend des 1. März fand sich eine Gruppe von 25 Geflüchteten aus Syrien, Eritrea und Afghanistan und Einheimischen aus Steinheim am Parkplatz in Welzheim ein, um dem widrigen Regenwetter zum Trotz mit Fackeln über den Planetenweg zur Sternwarte nach Welzheim zu wandern.

“Vor dieser Wanderung im Dunkeln war ich schon etwas aufgeregt“, gesteht Myriam Kopp. „Einige Teilnehmer waren zum ersten Mal dabei und ich kannte sie nicht, und manche Geflüchtete fürchten die Dunkelheit. Außerdem hatte ich Sorge, ich könnte jemanden verlieren oder es würde sich jemand am Feuer oder auf dem rutschigen Weg verletzen.“ Doch als sich die Gruppe mit ihren Fackeln wie ein riesiger Feuerwurm in Marsch setzte, fielen diese Ängste ab und jeder genoss die bezaubernde Stimmung. Die Fackeln knisterten und zischten und tauchten den Wald in ein warmes oranges Licht.

Obwohl man unterwegs einmal vom Weg abkam und ein Stück zurücklaufen musste, erreichte die Gruppe kurz vor 20 Uhr die Sternwarte, wo sie von zwei Führern begrüßt wurde. Leider konnte man mit den riesigen Teleskopen gar nichts sehen, da der Himmel komplett bewölkt war. Eine Filmvorführung, die in weit entfernte Galaxien und Supernovas entführte, und faszinierende Fotos von Orion-Nebel, Andromeda-Galaxie und Abertausenden von Sternen entschädigten dafür und versetzten alle in ehrfürchtiges Staunen. Außerdem verkündeten die Führer, dass die Gruppe noch einmal bei klarem Himmel kommen darf.

Auf dem Rückweg pfiff der Gruppe der kalte Wind um die Ohren, sodass man am Parkplatz die Fackelstümpfe zusammenwarf und sich am Feuer wärmte. Ein Syrer stimmte ein Lied aus seiner Heimat an, in das die anderen so gut es ging einfielen. Ein ganz besonderer Abend ging zu Ende, der nicht nur alle verzaubert, sondern Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturen wieder ein Stück näher zusammengebracht hat.

Weitere Mitwanderer sind jederzeit herzlich willkommen. Infos unter https://www.puls-der-freiheit.de/integration/
Der nächste Termin steht bereits fest: Freitag 19.4.2019!

Autor: Angelika Lenz



Vom Gipfelglück zum Wanderglück

Veranstaltung Posted on 08 Jan, 2019 11:05

Viele Interessierte waren am 7. Dezember unserer Einladung gefolgt, um mehr über das Integrationsprojekt „Gipfelglück“ zu erfahren, bei dem 18 junge Frauen und Männer – Steinheimer und Geflüchtete – im August eine dreitägige Bergtour in den Allgäuer Alpen machten. Gebannt lauschte man bei einem „Hüttenschmaus“ dem durch Fotos und Videos untermalten Vortrag von Initiatorin Myriam Kopp.


Vor einem Jahr hat sie das Projekt gestartet, das nach dem Motto „Wandern verbindet“ Geflüchtete und Einheimische zusammenbringen möchte: „Ich wollte einen Raum für gute Gespräche, Vertrauen, Hilfsbereitschaft und Spaß schaffen. Ein Raum, wo man sich kennen- und schätzen lernen kann. Was ist dafür besser geeignet als die Natur?“ Vor und nach der Bergtour fanden fünf weitere Wanderungen in heimischen Wäldern statt.

Auch einige Teilnehmer erzählten, wie sie die Bergtour und die Gemeinschaft erlebt hatten. Ein junger Steinheimer war anfangs eher skeptisch. „Doch als ich mich aus meiner Komfortzone rauswagte, war ich total überrascht, was das für eine tolle und liebe Gruppe ist.“ Ein syrischer Mann wollte eigentlich gar nicht wandern, weil ihn das an die Flucht erinnerte, „aber die Gruppe hat mir sehr gutgetan und ich hatte viel Spaß in den Bergen.“ Eine junge Frau hatte große Angst vor manchen Stellen am Berg: „Die Gruppe hat mir geholfen und mich motiviert.“

Bürgermeister Winterhalter war sichtlich beeindruckt vom Spirit der Gruppe und bedankte sich bei Myriam Kopp für ihren Einsatz.


Auch 2019 wird es Gipfelglück- bzw. Wanderglück-Momente geben, weitere Wanderungen in der Umgebung sind geplant. So meldeten sich direkt beim Infoabend neue Mitwanderer für die nächste Wanderung am 13.1.2019 an. Myriam Kopp verriet, dass es im nächsten Jahr wieder ein Highlight geben soll. „Eine weitere Bergtour wird ohne Fördermittel leider zu teuer sein, aber vielleicht ergibt sich ja etwas und das Projekt wird unterstützt.“ Bereits in Planung ist ein Wochenende auf einer kleinen Selbstversorgerhütte auf der Schwäbischen Alb. Hier sind die Kosten geringer und die Spenden vom Vortragsabend können einen Teil davon decken.

Wer jetzt ebenfalls „aus seiner Komfortzone“ raus und sich bei der ein oder andern Wanderung auf neue Begegnungen einlassen möchte, kann sich bei Myriam Kopp melden (Myriam.streng@gmx.de).
Weitere Infos auch auf www.puls-der-freiheit.de und www.FreundeskreisAsylSteinheim.de

Autorin: Angelika Lenz



„Gipfelglück“ auf dem Jux

Veranstaltung Posted on 19 Nov, 2018 12:49

Aus der aus mehreren Nationen bestehenden Wandergruppe, die
im August die dreitägige „Gipfelglück“-Bergtour in den Allgäuer Alpen bewältigte,
ist eine offene Wandergruppe geworden, die sich regelmäßig zu Wanderungen
trifft und der sich gerne mehr Wanderer anschließen dürfen.

Am 21. Oktober ging es bei traumhaftem Herbstwetter auf den
Juxkopf im Schwäbischen Wald. Die Freude war groß, einen Teil der
Mitstreiter vom Sommer wiederzusehen, obwohl natürlich nicht alle dabei sein
konnten. Einige berichteten, dass sie sich auch privat nach der Bergtour
getroffen hatten – sehr zur Freude von Organisatorin Myriam Kopp, denn das
Projekt Gipfelglück hatte ja zum Ziel, dass sich Freundschaften unter
Einheimischen und Geflüchteten entwickeln. Alle erzählten, dass sie von
sehr vielen Steinheimern auf die Bergtour angesprochen wurden, weil sie ihre
Gesichter in der Zeitung gesehen hatten und sie wiedererkannten.

Für alle, die gern mehr über das spannende Projekt erfahren
möchten, findet am 7.12. um 18 Uhr eine Veranstaltung im großen Bürgersaal statt. Die „Gipfelglück“-Bergtour
wird von den Teilnehmern vorgestellt und ein Video über das Erlebte gezeigt. Also
Termin schon mal im Kalender vormerken, es wird mit Sicherheit interessant!

Die vom Autor geschenkten Bücher „Mikroabenteuer“ geben
Tipps für Outdoor-Erlebnisse vor der Haustür.


Autorin: Angelika Lenz



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