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Aktuelles

„Anfangs etwas fremd, jetzt eine Familie“

Veranstaltung Posted on 20 Oct, 2019 21:07

So lautete das Resümee eines von 19 Teilnehmern des Wanderglück-Wochenendes, das vom 27. bis 29. September auf der Schwäbischen Alb stattfand – ein Nachfolger des erfolgreichen Integrationsprojekts „Gipfelglück“ in den Allgäuer Alpen im Jahr 2018. Doch dieses Mal ging es nicht hoch hinaus, sondern tief hinein ins Dunkel der Erde.

Für die bunt gemischte Gruppe aus sieben Steinheimer Einheimischen und zwölf Geflüchteten aus verschiedenen Ländern ging es in eine Selbstversorgerhütte bei Schopfloch. Die Wanderung am zweiten Tag führte über das Schopflocher Moor zu der längsten Durchgangshöhle der Schwäbischen Alb, der Gustav-Jakob-Höhle. Mit Helmen und Stirnlampen bestückt stieg man in zwei Gruppen durch einen schmalen Felsspalt hinein ins Erdinnere.

Gruppenbild der "Höhlenforscher"

 „Oh je, ist das eng hier!“, war von überallher zu hören. Manche Stellen konnten nur auf allen Vieren durchkrochen werden. Doch man sprach sich gegenseitig Mut zu, half sich und meisterte gemeinsam die Herausforderung. Nach zwei Stunden unter Tage schafften es alle wieder ans Tageslicht. „Freiheit!“, war das erste Wort von vielen, die mit einem glücklichen Lachen aus der Höhle kamen. Später im großen Kreis erzählten manche, dass sie wirklich Angst hatten, doch die Gruppe gab ihnen Sicherheit und nahm die Ängste. 

Den Abend auf der Hütte verbrachten die „Höhlenforscher“ mit internationaler Musik und es wurde viel getanzt und gelacht. Am nächsten Tag galt es, zum Abschluss mit Ton und Naturmaterialien das Wochenende zu reflektieren. Ein Teilnehmer baute mit einzelnen Holzscheiten: „Einzeln sind die Scheite instabil und stehen nicht gut. Aber zusammen, aneinandergelehnt bilden sie einen Baumstamm, der kräftig ist und gut steht.“ Und so ging es auch der Wandergruppe: Das unvergessliche Erlebnis schweißte sie zu einer starken Gemeinschaft zusammen.
„Die ganze Organisationsarbeit lohnt sich, wenn man in so viele glückliche Gesichter schaut“, sagt Initiatorin Myriam Kopp. „Ohne finanzielle Unterstützung können wir so ein Wochenende aber nicht stemmen. Daher freuen wir uns sehr über die Nominierung des Radiosenders bigFM für den ‚Integrationsheld 2019‘ und hoffen, im Finale die Förderung zu gewinnen.“ 

Weitere Infos und ein Video finden Sie unter https://www.puls-der-freiheit.de/integration/

Autorin: Angelik Lenz



Wanderglück auf der Schwäbischen Alb – es sind noch Plätze frei!

Terminankündigung Posted on 14 Aug, 2019 23:03

Nach dem großen Erfolg des vom Bund geförderten Integrationsprojekts Gipfelglück in den Allgäuer Alpen im August 2018 steht dieses Jahr ein neues Highlight an: Am Wochenende vom 27. bis 29. September geht es zum Wandern auf die Schwäbische Alb. Übernachtet wird in einer Selbstversorgerhütte – dort wird gemeinsam gekocht und abends sitzt man gemütlich ums Lagerfeuer. Abenteuerlich wird es aber auch: Geflüchtete und Einheimische aus Steinheim steigen in die Unterwelt und erkundet eine „wilde“ Höhle ohne befestigte Wege, in der es schmutzig und teilweise eng wird. Aber gemeinsam wird die Gruppe diese Herausforderung meistern und hinterher ein Stück weiter zusammengewachsen sein. Denn das Ziel von Initiatorin Myriam Kopp ist es, dass Menschen aus den verschiedensten Kulturen, die alle in Steinheim leben, Berührungsängste abbauen, sich besser kennenlernen, aufeinander vertrauen lernen und vielleicht Freunde werden.

Wer kann teilnehmen und was sollte man mitbringen?

  • Alter: 18–40 Jahre
  • Wohnort der Teilnehmer: Steinheim an der Murr und Umgebung
  • Freude am Wandern und einem geselligen Miteinander
  • entsprechende Kleidung und Schuhe zum Wandern sowie ein Rucksack erforderlich
  • Hüttenschlafsack (kann ggf. ausgeliehen werden)
  • Eigenanteil von 10 € (weitere Kosten fallen nicht an!)

Treffen diese Voraussetzungen auf Sie zu bzw. kennen Sie jemanden, der vielleicht gern daran teilnehmen würde? Dann machen Sie ihn oder sie auf dieses tolle Angebot aufmerksam bzw. melden Sie sich an unter:

Myriam.Steng@gmx.de

Weitere Infos auf: www.puls-der-freiheit.de/integration

Autorin: Angelika Lenz



Auf den Spuren der Steinheimer Geschichte

Veranstaltung Posted on 14 Aug, 2019 22:50

Keine Wandertour in den Alpen oder im Schwäbischen Wald, sondern eine Stadtführung stand am 23. Juni auf dem Programm des Integrationsprojekts „Wanderglück“. Heimatpfleger i.R. Hans Dietl zeigte und erklärte der Gruppe von knapp 20 bunt gemischten Steinheimer Menschen aus unterschiedlichen Nationen Sehens- und Wissenswertes in unserer Heimat. Erste Station war die Fundstätte des Steinheimer Urmenschen. In der damaligen Kiesgrube wurden auch Nashorn-, Riesenhirsch- und Elefantenknochen aus prähistorischer Zeit gefunden. Herr Dietl beschrieb, wie diese Funde geborgen wurden, und rief großes Staunen hervor, als er aus seiner Tasche eine Nachbildung des Homo-Steinheimensis-Schädels zog.

Über das Lapidarium, wo jahrhundertealte Grenzsteine aufgestellt sind, ging es weiter zum Denkmal eines Soldaten, der nur wenige Tage vor Kriegsende in Steinheim als Deserteur erschossen wurde. Seine Frau war in Berlin gestorben und er wollte zu seinen Kindern, die dort alleine waren. „Da schätzt man wieder viel mehr, wie gut es uns heute in Steinheim geht“, so Wanderglück-Initiatorin Myriam Kopp. Denn in manchen Heimatländern der Geflüchteten wird noch heute so verfahren, wie einige Teilnehmer erzählten.

Auf Burg Schaubeck schlenderten die Stadtwanderer durch den Burghof, genossen die angenehme Kühle zwischen den Gemäuern und den Duft der Rosen. Letztes Highlight war St.-Georgs-Kirche in Kleinbottwar, wo Herr Dietl auch Einblick in seine Restaurationstätigkeit gab. Wie wird z. B. der Altar vergoldet? Diesen Prozess durfte man live verfolgen – die jüngsten Teilnehmer hatten am Schluss vergoldete Finger und ihren Spaß.

Herzlichen Dank an Hans Dietl für diese außergewöhnliche und informative Stadtführung, bei der es selbst für langjährige Steinheimer noch einiges neu zu entdecken gab!

Weitere Informationen über das Projekt „Wanderglück“ finden Sie unter www.Puls-der-Freiheit.de/integration

Im Garten der Burg Schaubeck hat es allen super gefallen.

Autorin: Angelika Lenz



Bei Kaiserwetter durch Wald, Wiesen und Weinberge

Veranstaltung Posted on 22 May, 2019 11:55


Die letzte Tour des Integrationsprojekts „Wanderglück“, bei dem Einheimische und Geflüchtete ungezwungen Kontakt knüpfen und sich besser kennenlernen können, führte an Karfreitag von der Burg Hohenbeilstein über den Annasee zum Grillplatz Wartkopf. Wieder war es eine bunt zusammengewürfelte Gruppe verschiedener Nationalitäten und Altersstufen: die Jüngste war 9, der Älteste 64 Jahre alt. Initiatorin Myriam Kopp freute sich über viele neue Gesichter.

Vor dem Start sorgten Kennenlernspiele wie „Namensball“ für gute Laune und unterwegs hieß es blind einen Baum zu fühlen und später wiederzufinden. Auf dem Weg durch Wald, Wiesen und Weinberge kam man zwanglos ins Gespräch und hatte sichtlich Spaß miteinander. Zum Abschluss wurden Würstchen, Grillkäse und Fleisch gebrutzelt und in fröhlicher Runde verspeist. Und weil bald Ostern war, hatte doch tatsächlich der Osterhase etwas versteckt: für jeden ein Paracord Survival Armband, gespendet von der Firma STEINBOCK7.


Die nächste Wanderung steht schon fest: Am 23. Juni wird der Steinheimer Heimatpfleger Hans Dietl von Steinheim nach Kleinbottwar führen. Unter anderem werden Kirchen, Weinkeller und Ausgrabungsstätten von Funden aus der Steinzeit besichtigt. Wer Lust hat mitzukommen, ist herzlich willkommen. Bitte melden Sie sich per E-Mail an: myriam.steng@gmx.de, und vergessen Sie Grillsachen und Getränk nicht, denn natürlich wird am Schluss wie immer gegrillt. Weitere Infos unter https://www.puls-der-freiheit.de/integration/

Autorin: Angelika Lenz



Fackeln weisen den Weg zur Sternwarte in Welzheim

Veranstaltung Posted on 18 Mar, 2019 21:14

Wanderungen hat die bunte Wanderglück-Gruppe um Initiatorin Myriam Kopp schon einige gemacht – aber noch keine bei Nacht. Am Abend des 1. März fand sich eine Gruppe von 25 Geflüchteten aus Syrien, Eritrea und Afghanistan und Einheimischen aus Steinheim am Parkplatz in Welzheim ein, um dem widrigen Regenwetter zum Trotz mit Fackeln über den Planetenweg zur Sternwarte nach Welzheim zu wandern.

“Vor dieser Wanderung im Dunkeln war ich schon etwas aufgeregt“, gesteht Myriam Kopp. „Einige Teilnehmer waren zum ersten Mal dabei und ich kannte sie nicht, und manche Geflüchtete fürchten die Dunkelheit. Außerdem hatte ich Sorge, ich könnte jemanden verlieren oder es würde sich jemand am Feuer oder auf dem rutschigen Weg verletzen.“ Doch als sich die Gruppe mit ihren Fackeln wie ein riesiger Feuerwurm in Marsch setzte, fielen diese Ängste ab und jeder genoss die bezaubernde Stimmung. Die Fackeln knisterten und zischten und tauchten den Wald in ein warmes oranges Licht.

Obwohl man unterwegs einmal vom Weg abkam und ein Stück zurücklaufen musste, erreichte die Gruppe kurz vor 20 Uhr die Sternwarte, wo sie von zwei Führern begrüßt wurde. Leider konnte man mit den riesigen Teleskopen gar nichts sehen, da der Himmel komplett bewölkt war. Eine Filmvorführung, die in weit entfernte Galaxien und Supernovas entführte, und faszinierende Fotos von Orion-Nebel, Andromeda-Galaxie und Abertausenden von Sternen entschädigten dafür und versetzten alle in ehrfürchtiges Staunen. Außerdem verkündeten die Führer, dass die Gruppe noch einmal bei klarem Himmel kommen darf.

Auf dem Rückweg pfiff der Gruppe der kalte Wind um die Ohren, sodass man am Parkplatz die Fackelstümpfe zusammenwarf und sich am Feuer wärmte. Ein Syrer stimmte ein Lied aus seiner Heimat an, in das die anderen so gut es ging einfielen. Ein ganz besonderer Abend ging zu Ende, der nicht nur alle verzaubert, sondern Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturen wieder ein Stück näher zusammengebracht hat.

Weitere Mitwanderer sind jederzeit herzlich willkommen. Infos unter https://www.puls-der-freiheit.de/integration/
Der nächste Termin steht bereits fest: Freitag 19.4.2019!

Autor: Angelika Lenz



Vom Gipfelglück zum Wanderglück

Veranstaltung Posted on 08 Jan, 2019 11:05

Viele Interessierte waren am 7. Dezember unserer Einladung gefolgt, um mehr über das Integrationsprojekt „Gipfelglück“ zu erfahren, bei dem 18 junge Frauen und Männer – Steinheimer und Geflüchtete – im August eine dreitägige Bergtour in den Allgäuer Alpen machten. Gebannt lauschte man bei einem „Hüttenschmaus“ dem durch Fotos und Videos untermalten Vortrag von Initiatorin Myriam Kopp.


Vor einem Jahr hat sie das Projekt gestartet, das nach dem Motto „Wandern verbindet“ Geflüchtete und Einheimische zusammenbringen möchte: „Ich wollte einen Raum für gute Gespräche, Vertrauen, Hilfsbereitschaft und Spaß schaffen. Ein Raum, wo man sich kennen- und schätzen lernen kann. Was ist dafür besser geeignet als die Natur?“ Vor und nach der Bergtour fanden fünf weitere Wanderungen in heimischen Wäldern statt.

Auch einige Teilnehmer erzählten, wie sie die Bergtour und die Gemeinschaft erlebt hatten. Ein junger Steinheimer war anfangs eher skeptisch. „Doch als ich mich aus meiner Komfortzone rauswagte, war ich total überrascht, was das für eine tolle und liebe Gruppe ist.“ Ein syrischer Mann wollte eigentlich gar nicht wandern, weil ihn das an die Flucht erinnerte, „aber die Gruppe hat mir sehr gutgetan und ich hatte viel Spaß in den Bergen.“ Eine junge Frau hatte große Angst vor manchen Stellen am Berg: „Die Gruppe hat mir geholfen und mich motiviert.“

Bürgermeister Winterhalter war sichtlich beeindruckt vom Spirit der Gruppe und bedankte sich bei Myriam Kopp für ihren Einsatz.


Auch 2019 wird es Gipfelglück- bzw. Wanderglück-Momente geben, weitere Wanderungen in der Umgebung sind geplant. So meldeten sich direkt beim Infoabend neue Mitwanderer für die nächste Wanderung am 13.1.2019 an. Myriam Kopp verriet, dass es im nächsten Jahr wieder ein Highlight geben soll. „Eine weitere Bergtour wird ohne Fördermittel leider zu teuer sein, aber vielleicht ergibt sich ja etwas und das Projekt wird unterstützt.“ Bereits in Planung ist ein Wochenende auf einer kleinen Selbstversorgerhütte auf der Schwäbischen Alb. Hier sind die Kosten geringer und die Spenden vom Vortragsabend können einen Teil davon decken.

Wer jetzt ebenfalls „aus seiner Komfortzone“ raus und sich bei der ein oder andern Wanderung auf neue Begegnungen einlassen möchte, kann sich bei Myriam Kopp melden (Myriam.streng@gmx.de).
Weitere Infos auch auf www.puls-der-freiheit.de und www.FreundeskreisAsylSteinheim.de

Autorin: Angelika Lenz



„Gipfelglück“ – wir waren dabei!

Terminankündigung Posted on 27 Nov, 2018 10:45

Im August waren 18 junge Steinheimer und Geflüchtete auf
einer dreitägigen Bergtour in den Allgäuer Alpen. Jetzt berichten Teilnehmer
bei einem Infoabend von ihren Erlebnissen und zeigen in Bildern und Videos, wie
sie zu einer verschworenen Gemeinschaft wurden.

Freitag, 7. Dezember, ab 18 Uhr
im großen Bürgersaal,
Kleinbottwarer Str. 17, Steinheim

Kommen Sie und lassen Sie sich begeistern von diesem tollen
Integrationsprojekt, das auf dem Großen Krottenkopf noch lange nicht zu Ende
war! Denn die Wandergruppe trifft sich weiter zu Wanderungen in heimischen
Wäldern und freut sich über neue „Mitläufer“. Vielleicht möchten auch Sie hin
und wieder mitwandern – auch dazu beantworten Initiatorin Myriam Kopp und die
anderen Wanderer gerne Ihre Fragen. Außerdem erwartet Sie ein kleiner
„Hüttenschmaus“.

Wir freuen uns auf Sie!

Autorin: Angelika Lenz



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