So lautete das Resümee eines von 19 Teilnehmern des Wanderglück-Wochenendes, das vom 27. bis 29. September auf der Schwäbischen Alb stattfand – ein Nachfolger des erfolgreichen Integrationsprojekts „Gipfelglück“ in den Allgäuer Alpen im Jahr 2018. Doch dieses Mal ging es nicht hoch hinaus, sondern tief hinein ins Dunkel der Erde.

Für die bunt gemischte Gruppe aus sieben Steinheimer Einheimischen und zwölf Geflüchteten aus verschiedenen Ländern ging es in eine Selbstversorgerhütte bei Schopfloch. Die Wanderung am zweiten Tag führte über das Schopflocher Moor zu der längsten Durchgangshöhle der Schwäbischen Alb, der Gustav-Jakob-Höhle. Mit Helmen und Stirnlampen bestückt stieg man in zwei Gruppen durch einen schmalen Felsspalt hinein ins Erdinnere.

Gruppenbild der "Höhlenforscher"

 „Oh je, ist das eng hier!“, war von überallher zu hören. Manche Stellen konnten nur auf allen Vieren durchkrochen werden. Doch man sprach sich gegenseitig Mut zu, half sich und meisterte gemeinsam die Herausforderung. Nach zwei Stunden unter Tage schafften es alle wieder ans Tageslicht. „Freiheit!“, war das erste Wort von vielen, die mit einem glücklichen Lachen aus der Höhle kamen. Später im großen Kreis erzählten manche, dass sie wirklich Angst hatten, doch die Gruppe gab ihnen Sicherheit und nahm die Ängste. 

Den Abend auf der Hütte verbrachten die „Höhlenforscher“ mit internationaler Musik und es wurde viel getanzt und gelacht. Am nächsten Tag galt es, zum Abschluss mit Ton und Naturmaterialien das Wochenende zu reflektieren. Ein Teilnehmer baute mit einzelnen Holzscheiten: „Einzeln sind die Scheite instabil und stehen nicht gut. Aber zusammen, aneinandergelehnt bilden sie einen Baumstamm, der kräftig ist und gut steht.“ Und so ging es auch der Wandergruppe: Das unvergessliche Erlebnis schweißte sie zu einer starken Gemeinschaft zusammen.
„Die ganze Organisationsarbeit lohnt sich, wenn man in so viele glückliche Gesichter schaut“, sagt Initiatorin Myriam Kopp. „Ohne finanzielle Unterstützung können wir so ein Wochenende aber nicht stemmen. Daher freuen wir uns sehr über die Nominierung des Radiosenders bigFM für den ‚Integrationsheld 2019‘ und hoffen, im Finale die Förderung zu gewinnen.“ 

Weitere Infos und ein Video finden Sie unter https://www.puls-der-freiheit.de/integration/

Autorin: Angelik Lenz