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Aktuelles

Wanderglück auf der Schwäbischen Alb – es sind noch Plätze frei!

Terminankündigung Posted on 14 Aug, 2019 23:03

Nach dem großen Erfolg des vom Bund geförderten Integrationsprojekts Gipfelglück in den Allgäuer Alpen im August 2018 steht dieses Jahr ein neues Highlight an: Am Wochenende vom 27. bis 29. September geht es zum Wandern auf die Schwäbische Alb. Übernachtet wird in einer Selbstversorgerhütte – dort wird gemeinsam gekocht und abends sitzt man gemütlich ums Lagerfeuer. Abenteuerlich wird es aber auch: Geflüchtete und Einheimische aus Steinheim steigen in die Unterwelt und erkundet eine „wilde“ Höhle ohne befestigte Wege, in der es schmutzig und teilweise eng wird. Aber gemeinsam wird die Gruppe diese Herausforderung meistern und hinterher ein Stück weiter zusammengewachsen sein. Denn das Ziel von Initiatorin Myriam Kopp ist es, dass Menschen aus den verschiedensten Kulturen, die alle in Steinheim leben, Berührungsängste abbauen, sich besser kennenlernen, aufeinander vertrauen lernen und vielleicht Freunde werden.

Wer kann teilnehmen und was sollte man mitbringen?

  • Alter: 18–40 Jahre
  • Wohnort der Teilnehmer: Steinheim an der Murr und Umgebung
  • Freude am Wandern und einem geselligen Miteinander
  • entsprechende Kleidung und Schuhe zum Wandern sowie ein Rucksack erforderlich
  • Hüttenschlafsack (kann ggf. ausgeliehen werden)
  • Eigenanteil von 10 € (weitere Kosten fallen nicht an!)

Treffen diese Voraussetzungen auf Sie zu bzw. kennen Sie jemanden, der vielleicht gern daran teilnehmen würde? Dann machen Sie ihn oder sie auf dieses tolle Angebot aufmerksam bzw. melden Sie sich an unter:

Myriam.Steng@gmx.de

Weitere Infos auf: www.puls-der-freiheit.de/integration

Autorin: Angelika Lenz



Auf den Spuren der Steinheimer Geschichte

Veranstaltung Posted on 14 Aug, 2019 22:50

Keine Wandertour in den Alpen oder im Schwäbischen Wald, sondern eine Stadtführung stand am 23. Juni auf dem Programm des Integrationsprojekts „Wanderglück“. Heimatpfleger i.R. Hans Dietl zeigte und erklärte der Gruppe von knapp 20 bunt gemischten Steinheimer Menschen aus unterschiedlichen Nationen Sehens- und Wissenswertes in unserer Heimat. Erste Station war die Fundstätte des Steinheimer Urmenschen. In der damaligen Kiesgrube wurden auch Nashorn-, Riesenhirsch- und Elefantenknochen aus prähistorischer Zeit gefunden. Herr Dietl beschrieb, wie diese Funde geborgen wurden, und rief großes Staunen hervor, als er aus seiner Tasche eine Nachbildung des Homo-Steinheimensis-Schädels zog.

Über das Lapidarium, wo jahrhundertealte Grenzsteine aufgestellt sind, ging es weiter zum Denkmal eines Soldaten, der nur wenige Tage vor Kriegsende in Steinheim als Deserteur erschossen wurde. Seine Frau war in Berlin gestorben und er wollte zu seinen Kindern, die dort alleine waren. „Da schätzt man wieder viel mehr, wie gut es uns heute in Steinheim geht“, so Wanderglück-Initiatorin Myriam Kopp. Denn in manchen Heimatländern der Geflüchteten wird noch heute so verfahren, wie einige Teilnehmer erzählten.

Auf Burg Schaubeck schlenderten die Stadtwanderer durch den Burghof, genossen die angenehme Kühle zwischen den Gemäuern und den Duft der Rosen. Letztes Highlight war St.-Georgs-Kirche in Kleinbottwar, wo Herr Dietl auch Einblick in seine Restaurationstätigkeit gab. Wie wird z. B. der Altar vergoldet? Diesen Prozess durfte man live verfolgen – die jüngsten Teilnehmer hatten am Schluss vergoldete Finger und ihren Spaß.

Herzlichen Dank an Hans Dietl für diese außergewöhnliche und informative Stadtführung, bei der es selbst für langjährige Steinheimer noch einiges neu zu entdecken gab!

Weitere Informationen über das Projekt „Wanderglück“ finden Sie unter www.Puls-der-Freiheit.de/integration

Im Garten der Burg Schaubeck hat es allen super gefallen.

Autorin: Angelika Lenz