Unsere Pressemitteilung:

Für
Samstagnachmittag, den 9. Juni, luden die Stadt Steinheim und der Freundeskreis
Asyl zum Tag der offenen Tür der Anschlussunterbringung für Familien mit
Kindern in Kleinbottwar ein. Unter dem Motto „In unserer Mitte und nicht am
Rand – Gemeinsam für ein lebenswertes Kleinbottwar“ stand die Unterkunft zur
Besichtigung offen. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, um
sich selbst einen Eindruck von der Unterkunft zu verschaffen. Zusätzlich gab es
vom Freundeskreis Asyl und dem Kreisdiakonieverband zahlreiche Informationen zu
Fluchtursachen, dem Ablauf eines Asylverfahrens sowie zur Arbeit der
ehrenamtlichen Helfer und zu geplanten Projekten vor Ort. Dass die
Zusammenarbeit im Dorf funktioniert, bewiesen die Kleinbottwarer Landfrauen,
die evangelische Gemeinde, der Freundeskreis Asyl und die Stadt Steinheim – da
sie alle die Veranstaltung durch Kaffee, Kuchen, die berühmten Kleinbottwarer
Schnecken der Landfrauen und die sehr gefragten Kaltgetränke abrundeten.

Eröffnet
wurde die Veranstaltung von Ortschaftsrat Herrn Waters. Bei dieser Gelegenheit
übergab Herr Hengstberger von der Kreissparkasse dem Freundeskreis Asyl
Fußbälle für die Kinder der neu ankommenden Familien. Bei Fragen zur Unterkunft
standen als Ansprechpartner von der Stadt Steinheim Bürgermeister Thomas
Winterhalter, der Leiter des Ordnungsamts Rolf Englert und der Leiter des Stadtbauamts Herr Frank Fussenegger zur
Verfügung. Weitere Fragen zu Asylverfahren und Integration wurden von Frau
Maier-Lidle von der ökumenischen Fachstelle Asyl der Diakonie beantwortet. Die
Anwesenden erfuhren, dass der Bau in neun Monaten für rund 2,4 Millionen gebaut
wurde und Mitte Juni von den ersten Familien bezogen werden kann. Insgesamt
soll die Unterkunft mit maximal 40 Personen belegt werden, dafür stehen im EG
eine Wohnung für sechs Personen und vier Wohnungen für vier Personen und im OG
vier Wohnungen für sechs Personen zur Verfügung. Direkt neben den Wohnmodulen
stehen Module mit Büroräumen im OG und einem Gemeinschaftsraum für Kurse und
Veranstaltungen im EG zur Verfügung.

(Auf dem Bild v.l.
Ortsvorsteher Herr Waters, Hausmeister Herr Rexha, Herr Otto, Frau Maier-Lidle, Frau Tschernay, Herr Englert und Bürgermeister Herr Winterhalter)

Viele Besucher
nutzten die Chance, um sich zu informieren. Trotz vieler Antworten wurden noch einige
offene Fragen diskutiert: Wie groß muss eine Küche für eine Familie sein? Wird
es noch einen Zaun zur Bottwar geben? Könnte man ein Gemüsebeet anlegen? Oder
wie wird mit den fehlenden Telefon- und Internetanschlüssen verfahren, damit
die Bewohner die vorgeschriebene Kommunikation zum Job-Center erfüllen können?
Am Ende konnten nicht alle Fragen beantwortet werden, aber in Kleinbottwar
haben die Bürgerinnen und Bürger viel Information mitgenommen und bei dieser
Gelegenheit den Dialog mit der Verwaltung fortgesetzt. Der Freundeskreis Asyl
bekam einige Anregungen für das Projekt „Willkommen in Kleinbottwar“ und konnte
sich über ein paar Interessenten freuen. „Wir freuen uns über jede helfende
Hand, über jeden Menschen, dem die Integration der Geflüchteten wichtig ist –
für das Zusammenleben in unserem Dorf“, so Markus Otto vom Freundeskreis Asyl.